Seelsorgerische Nähe in der Corona-Krise

Die beiden Krankenhaussseelsorger sprachen über die derzeitige Situation und wie sie den Patientinnen und Patienten gerade in dieser Corona-Krise nahe sein können.

Station „zwei“ des Hattinger Kreuzweges 2020 dokumentierte der Lokalsender RuhrkanalNews am Montag vor dem Evangelischen Krankenhaus in einer Karwoche, wie es sie seit Kriegsende nicht mehr gegeben hat.

Pfarrer Frank Bottenberg (rechts im Bild) traf dort den evangelischen Pfarrer Wilfried Ranft (Mitte) und seinen katholischen Seelsorger-Kollegen Ansgar Wenner-Schlüter. Die beiden Krankenhaussseelsorger sprachen über die derzeitige Situation und wie sie den Patientinnen und Patienten gerade in dieser Corona-Krise nahe sein können.

„Der Shut-Down hat auch uns getroffen“, sagt Wilfried Ranft. „Nun versuchen wir, über das Telefon neue Nähe herzustellen und die Menschen in die Fürbitte mit einzuschließen.“ Nähe sei so wichtig – und nicht nur für Corona-Patienten. Die Intensiv- und Beatmungsplätze im EvK sind verdoppelt worden, fügt Ranft an. Man sei also bestens vorbereitet und auch die Stimmung im Haus sei gut.

„Leider können wir die Kranken nicht einfach so besuchen“, bedauert Ansgar Wenner-Schlüter, der Nähe auch im „Berührt-Sein“ findet, „die Menschen mit Gott in Berührung zu bringen.“ Auch er verweist auf die seelsorgerisch neue Kontaktform per Telefon.

Wenner-Schlüter wies auch auf den Karfreitags-Gottesdienst hin, den die beiden Seelsorger auf Youtube feiern werden. „Wir sind gespannt, wie dieses neue Format ankommt.“