Laufende Abstriche sichern Bewohner und Team

Es hört sich merkwürdig an, aber Alten- und Pflegeheime, das sagt Heimleiter Christian Kröll vom Augusta-Seniorenheim am Kesterkamp in Bochum-Linden, „sind aktuell in gewisser Weise ‚Hochsicherheitsbereiche‘.“ In allen Heimen bundesweit kämpfen die Verantwortlichen um das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Bewohner. „Diese Risikogruppe“, betont Augusta-Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Thomas Drathen, „muss uns allen in dieser schwierigen Zeit ganz besonders am Herzen liegen.“

Ein großes Dankeschön des Geschäftsführers geht an die Heimleitung, die Mitarbeitenden und auch an Dr. Olaf Hagen, den Chefarzt der benachbarten Geriatrischen Klinik und dessen engagiertes Team. „Alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner haben schon zwei Abstriche im Abstand von einer Woche hinter sich, die alle negativ waren“, sagt Christian Kröll. „Aus Sicherheitsgründen erhalten alle Mitarbeitenden einen täglichen strukturierten Gesundheitscheck und werden einmal pro Woche abgestrichen. Eventuell noch zugelassene Besucher erhalten Instruktionen zu Schutzmaßnahmen und werden registriert. „Auf diese Weise ist sichergestellt, dass eine etwaige Infektion umgehend lokalisiert und eine etwaige Infektionskette rasch erfasst und unterbrochen werden kann.“

Es gibt allerdings auch noch eine Reihe mobiler Heimbewohner. Das sind rund 30 Prozent, „und die werden natürlich nicht angekettet und dürfen das Haus noch verlassen“, erzählt der Einrichtungsleiter. „Die Situation ist eine große Herausforderung, sagt Kröll, „aber da ist natürlich auch die Hilfe der Angehörigen gefordert.“

Das Beispiel des Kesterkamps zeigt jedenfalls, wie eine strukturierte Strategie zur Vermeidung von Übertragungen bzw. Infektions-Ausbrüchen aussehen kann.



Thomas Drathen
Christian Kröll