Palliativnetz vergibt Stipendien

„Palliativpflege ist enorm wichtig“, sagt Sandra Pohl, „denn sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg.“ Um die Zahl dieser gesuchten Fachkräfte zu erhöhen, stiftet das Palliativnetz Bochum e.V. immer wieder Stipendien für die Weiterbildung in Palliative Care. „In diesem Jahr“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Bettina Claßen, „haben wir sieben Stipendien an unsere Netzpartner vergeben.“

Sandra Pohl, die seit 2014 bei den Augusta Ambulanten Diensten arbeitet, gehört zu d.“en Glücklichen und ist hoch motiviert für die Spezialausbildung. „Ich habe als Altenpflegehelferin begonnen und mich zur Altenpflegerin weitergebildet.“ Jetzt wird - vermutlich ab November - das theoretische Handwerkszeug für die Betreuung und Behandlung von Menschen kommen, die am Ende ihres Lebensweges stehen.

„Ich habe großes Einfühlungsvermögen, kann gut zuhören“, sagt die verheiratete dreifache Mutter, die sich trotz der häuslichen Belastung weiterbilden möchte, „und ich möchte mit den Patienten noch viel lachen und Spaß haben.“ Das liege ihr am Herzen und sie wisse sehr wohl, dass viele der Betroffenen gar nicht so viel bemitleidet werden wollen. „Wir wollen diesen letzten Weg schön gestalten, vielleicht auch noch ein paar Wünsche erfüllen.“

Der Vorstand des Palliativnetz Bochum jedenfalls wünscht allen Stipendiaten viel Erfolg bei ihrer anspruchsvollen Ausbildung, deren Beginn – natürlich corona-bedingt - für die meisten Teilnehmer in den Spätherbst verschoben wurde.