Info-Abend über Instagram

Er hat es lieber, wenn er den Teilnehmern seiner Infoabende in die Augen schauen und Fragen direkt beantworten kann, aber online geht es auch. „Das war auf jeden Fall eine richtig positive Geschichte in Zeiten der Krise“, sagt Benedikt Gottschlich, der leitende Arzt der Augusta-Geburtshilfe, „Das ist uns rundum gelungen.“ Mit im Schnitt über 150 Teilnehmern ging am 26. März auf der Plattform Instagram die erste digitale Info-Veranstaltung der Geburtshilfe über‘s Internet.“

Mit 20 bis 30 echten schwangeren Teilnehmerinnen, so hatte Gottschlich vorher im WAZ-Gespräch gesagt, „wäre ich bei dieser Premiere durchaus zufrieden.“ Dabei war ihm natürlich klar, dass sich auch einige Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kliniken einklinken würden, um zu sehen, wie das läuft. In der Spitze waren gut 170 TeilnehmerInnnen online und das freute alle Beteiligten besonders.

Als Verstärkung hatte Gottschlich bei der Premiere Charlotte vom Feld dabei, die wie Kinderkrankenschwester Diana Sleczka Fragen aus dem Chat aufschrieb oder schon im Chat beantwortete. „Ihr macht das jetzt schon super, “ gab es schon zu Beginn Lob für’s Augusta – als „Top-Klinik und Top-Hebammen.“

Es kam die Frage auf, ob der Live-Stream später noch hochgeladen wird („weil ich schon so viel verpasst habe…“) und noch viele weitere wie z.B.: „Wie viele Männer kippen bei der Geburt um?“ Die Antwort von Diana Sleczka war eindeutig: „Die wenigsten.“ Eine weitere Info lautete: „Einer pro Jahr.“ Schließlich dürfen Papas im Augusta die Nabelschnur durchschneiden.

Ein großes Lob kam – völlig unkommentiert - per Chat herein: „Ich bin gerade so dankbar bei euch entbinden zu dürfen. Ihr strahlt so eine Ruhe aus.“ Neben den Grüßen aus St. Pölten kam dann auch ein weiteres Lob. „Ich habe mich bei euch super aufgehoben gefühlt.“

Gottschlich erklärte, dass das Bonding nach der Geburt immer mindestens eine Stunde dauere und dass danach „ohne Druck“ die U1 folge. Und er fügte an, dass bei ganz knapp 1.000 Geburten im Augusta nur acht Notkaiserschnitte durchgeführt wurden. „Nach fünf bis zehn Minuten ist das Baby da.“ Man sei weiter an der Be-Up-Studie beteiligt, in der es um natürliche Geburten gehe.

Deshalb kam die Instagram-Story auch aus dem alternativen Kreißsaal. Zum Ende hin zeigte Gottschlich auch noch die anderen Säle. Das musste fix gehen, weil die Instagram-Zeit zu Ende ging. „Das wird aber nachgeholt und als Video online gestellt“, sagt der leitende Geburtshelfer. „Auch eine Wiederholung des Live-Infoabends ist geplant.“